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Windows 10 hat nun die eine Milliarde geknackt

Eine Milliarde Geräte in drei Jahren – dieses Ziel hatte Microsoft in Person von Terry Myerson anno 2015 ausgegeben, als man Windows 10 ganz offiziell vorstellte. Von dieser Zahl ist man allerdings schnell abgerückt, nachdem man Windows 10 Mobile beerdigte und außerdem erkannte, dass fürs Internet der Dinge Linux die bessere Wahl ist.

Inzwischen ist klar, dass Windows auch in Version 10 das bleiben wird, was es immer war: Ein Betriebssystem für Desktop-PCs. Alt, schwerfällig und groß – aber eben auch gut und in seinen Paradedisziplinen nach wie vor und mutmaßlich für alle Zeiten unschlagbar.

Auch mit diesem „reduzierten Fokus“ wurde die Milliarde nun geknackt, wie Microsoft heute auf seinem Blog stolz verkündet. Darauf darf man dann sicherlich auch stolz sein.

„Jeder siebte Mensch auf diesem Planeten nutzt Windows 10“ schreibt man stolz. Das ist für sich genommen durchaus beeindruckend. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Sechs von sieben Personen nutzen kein Windows (stimmt natürlich nicht ganz, die Nutzer von Windows 7 müssen wir ja auch noch mit einrechnen). Das schreibe ich jetzt aber nicht, um der Meldung einen negativen Anstrich zu geben, es zeigt aber wunderbar auf, dass Windows nicht mehr das Mittel der Wahl ist, wenn man die Welt erobern möchte.



Der März-Patchday hatte diese Woche für Verwirrung gesorgt, weil Microsoft einerseits eine Schwachstelle im SMBv3-Protokoll dokumentiert und diese Information auch an Partner verteilt hatte, andererseits aber das dazu passende Update nicht lieferte. Man ging davon aus, Microsoft habe den geplanten Patch in letzter Sekunde zurück gezogen, aber die Kommunikation nicht mehr entsprechend angepasst.

Heute hat Microsoft nun mit KB4551762 ein weiteres kumulatives Update für die Windows 10 Versionen 1903 und 1909 veröffentlicht, die von dieser Lücke betroffen sind. Die Beseitigung der Schwachstelle ist folgerichtig auch der einzige Punkt im Changelog der Builds 18362.720 und 18363.720.

Man kann also nun erneut spekulieren. Wurde die Integration dieser Korrektur in das Update vom Dienstag schlicht vergessen, oder hat man den Patch nun eilig fertig gestellt, nachdem die Kommunikationspanne passiert war? Spielt letztlich keine Rolle, wichtig ist eigentlich nur, dass die Schwachstelle behoben wurde, noch ehe sie von den falschen Leuten missbraucht werden konnte.